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 Schwedenurlaub im April /Mai 2006

Tag 1-3    Tag 4-6    Tag 7-9

Nach 5 Monaten Abstinenz endlich wieder Schweden. Schon zwei Wochen zuvor nahm die Freude immer mehr zu. Natur, Wasser und Ruhe. Aber auch auf die vielen schwedischen Köstlichkeiten, wie Köttbular, Fruktyoghurt, Polarbröd, usw. usw.. Kurzum: Ich konnte es kaum noch erwarten. Fast täglich schaute ich in den 14 Tagen ins Internet. Was macht das Wetter? Der Winter hatte in Schweden ebenso lange inne gehalten wie in Deutschland. Aber das muss in Schweden nix heißen, hatte ich mir vor einigen Jahren über Ostern sogar einen Sonnenbrand geholt. Im Internet konnte ich noch eine Woche vor meiner Reise sehen, dass das Thermometer in Uddevalla Nachts unter Null gefallen war. Mir schwante Schlechtes.

Am 28. April wollte ich gleich nach der Nachtschicht um 8 Uhr starten, sofern die Nacht ruhig blieb. Sie war es nicht, und ich hatte mich schon entschieden erst am Nachmittag zu fahren. Nach anderthalb Stunden Schlaf wurde ich von Tanja mittels SMS geweckt. Sie wollte mir einen schönen Urlaub wünschen. Was ich ihr wünschte, konnte ich nicht schriftlich formulieren. Und weil ich auf der Wache zu Einschlafstörungen neige, begab ich mich ins Bad und machte mich Reisefertig. 8 Uhr Feierabend. Noch schnell zum Bürgerbüro meinen beantragten Personalausweis abholen und erfahren dass dieser nicht da war, warum sollte er auch, nach nur zwei Wochen. Zu Hause noch einen Kontrollgang (den Wagen hatte ich schon am Vortag gepackt) und los ging es. Staufrei und bei Sonnenschein hatte ich nach drei Stunden die Fähre in Puttgarden erreicht. Dort erfuhr ich, dass der Fährpreis seit dem letztem Jahr von 148 auf 172,50 €  gestiegen war. Als Antwort auf meine Begeisterung darüber, meinte die Dame hinter dem bruchsicherem Glas, das ich ja Fliegen könne. Ich fragte nach der Unterschriftenliste FÜR eine Brückenverbindung. Die letzte Stunde hatte ich Mühe die Augen aufzuhalten und so verließ ich den Wagen auf der Überfahrt nicht, sondern verschlief diese. Völlig gerädert ging es in Dänemark weiter. 200 km, davon ca. 50 km Baustelle. Glücklicherweise hatte das für die Gegenseite schlimmere Folgen. Langsam aber Staufrei kam ich in Helsingör an und konnte schon nach 5 min auf die Fähre fahren.


Blick auf den Bahnhof von Helsingör


Die Promenade von Helsingör


 Das Schloss diente als Schauplatz für Shakspears Hamlet

 


Gute Aussichten auf das nahe Helsingborg

Bis 50 km vor Göteborg war das Wetter super, danach war es bis Färgelanda bewölkt und regnete teilweise heftig. In Uddevalla tankte ich mein Auto wieder voll, für € 1,26 den Liter Diesel. Dazu noch zwei Kanelbulle (Zimtschnecken) und die Welt war wieder in Ordnung, auch wenn meine schwedische Lieblingszeitschrift leider Ausverkauft war. Beim Haus der Fam. Friedrich angekommen (nach 11 Stunden fahrt), machte ich mir was zu Essen heiß, probierte zwischenzeitlich, ob mit meinem Notebook Fernsehen über DVBT möglich war und trank ne halbe Fl. Rose. Danach wollte ich einfach nur noch Schlafen.

 



Die Provinz Dalsland, zu der auch Färgelanda gehört

Fazit des ersten Tag: 1. DVBT ist theoretisch möglich, aber ich war mit meiner kleinen Antenne zu weit vom Sender entfernt = gestochen scharfe Standbilder. 2. Ab 5 Uhr machte die Blase druck, aber wer traut sich schon bei 2 Grad vor die Tür = Ich, und den Rest der Nacht lief die Standheizung, eine Erfindung, für die es den Nobelpreis geben sollte.

1. Tag 

10:30 Aufstehen, 6 Grad und an der Frisur muss gearbeitet werden. Also zwecks Körperpflege runter zum See. Das Wasser war so kalt, dass gewisse Körperteile ihren Wiedererkennungswert vermissen ließen. Vorteil: Was nicht mehr da ist braucht auch nicht gewaschen werden und man kommt schneller wieder aus dem Wasser, denn schon nach einer Minute begannen die Füße zu brennen. Nach der Katzenwäsche fuhr ich nach Färgelanda. Am dortigen Busbahnhof gibt es eine saubere Toilette, die aber seit dem letztem Jahr leider auch von Randalierern heimgesucht wurde. Anschl. bei ICA eingekauft und das Eingekaufte auf einem kleinen Parkplatz im Zentrum des Ortes verfrühstückt.



Frühstückspause in netter Umgebung

Zurück am See traute ich mich mit dem Auto bis runter zum Badeplatz zu fahren. Ein paar Sonnenstrahlen schafften den Weg durch die Wolkendecke. Dies wollte ich am Wasser genießen, was nur mit Auto ging, denn es war nur 8 Grad warm. Nachdem sich die letzten Spaziergänger davon gemacht hatten, holte ich meine neue Angel raus. Als es nach einer Stunde anfing zu regnen, hatte ich einige Kubikmeter Wasserpflanzen vor dem ertrinken gerettet und das gebrauchte Schnursystem eines Vorgängers zu Tage befördert. Ich packte ein und mein Auto schaffte so gerade noch den Weg zum Parkplatz rauf. Ob ich meinem T4 nochmals den Weg zum See zutrauen soll, muss ich mir noch gut überlegen. Oben am Haus angelangt, machte ich mich ans Lesen. Noch ca. 100 Seiten von Mankells "Vor dem Frost" (Sehr Lesenswert, wie alle Bücher mit Kommissar Walander). Das sollte zu schaffen sein. Zum Abendessen Köttbular  auf Hällakaka. Ich schreib mal nicht was das ist, aber es schmeckt echt lecker.

Der Wetterbericht brachte keine guten Nachrichten. Nur in Mittel- und Nordschweden scheint in den nächsten zwei Tagen die Sonne. Draußen sind es wieder nur 6 Grad. Die Standheizung tut wieder ihre Arbeit. Und das Faltdach bleibt in dieser Nacht unten, das hält die Wärme länger im Fahrzeug. Die Socken bleiben an und mein zweiter Baumwollschlafsack wird aktiviert.

2.Tag
Vorweg gesagt, die Wetterleute hatten 20 Liter Niederschlag vorher gesagt. Also ich glaube, es waren höchstens 19 Liter. Und für den 1. Mai sind nochmals 10 Liter angekündigt. (Für Norwegens Mitte wurde Schneefall angekündigt) Es regnete also als ich erwachte. Und so verweigerte ich ein erneutes Bad im See. Ich duschte im Regen am Wagen unterstützt von meiner Duschbrause. Wie erwartet war das Wasser aus meinem Tank deutlich wärmer als das im See. Was aber nicht heißen soll, dass ich es genossen habe. Mein Außenthermometer zeigte schließlich nur 4 Grad.  Nach dem Frühstück fuhr ich nach Färgelanda. Aber was musste ich dort erleben?! Vandalen haben erneut meine Toilette heimgesucht. Sie war so verdreckt, das sie nicht zu benutzen war. Wo sollte ich nu? Am Sonntag haben alle öffentlichen Gebäude geschlossen. Die Kirchen haben in Schweden eine Toilette, aber zu diese Zeit wird auch dort die Messe gehalten. Das wollte ich den Leuten dann doch nicht antun. Ich kniff meinen A.... zusammen und fuhr 50 km nördlich nach Upperud zum dortigen Hantwerkshuset. Kaufinteresse geheuchelt und den Darm entleert. Na ja, Anstandshalber habe ich auch was gekauft. Anschließend ging es weitere 40 km nach Åmål, dem Hauptort der Provinz Dalsland. Åmål liegt direkt am Vänern und hat einen großen Sportboothafen, der von einer alten Holzstadt eingesäumt wird. Ich kauft noch was zum Abendessen ein und ging dann noch ein bisschen spazieren. Unterwegs konnte man noch überall Reste von Schnee in den Straßengräben sehen, aber hier in Åmål gab es noch ganze Schneeberge zu sehen.


Der Parkplatz im Zentrum von Åmål - Links geht es zur Fußgängerzone, rechts zum Hafen


Natürlich gibt es nicht nur Holzhäuser, die aus Stein können sich ebenfalls sehen lassen


Der lange Winter in diesem Jahr brachte viel Schnee und...


Die Einfahrt zum Hafen - hinter mir der Vänern...


...nochmals Schnee!


...mit seiner vielfältigen, aber scheuen, Vogelwelt.


Interessant gestutzte Bäume säumen die Uferpromenade.

 
Wie überall in Schweden sieht man immer wieder schöne alte Amischlitten

Gegen 16 Uhr machte ich mich über Bengtsfors, im nördlichen Dalsland, auf den Rückweg. Entlang der Landstrassen 164 und der 172 kommt man an zahlreichen Seen vorbei. Hier kann man erleben warum Dalsland die Seenreichste Provinz in Schweden ist. Aber nicht nur das viele Wasser, auch die restliche Natur ist traumhaft Schön. Vielleicht wurde gerade deshalb südöstlich von Bengtsfors, im Naturreservat Sörknatten, der Film "Ronja Räubertochter" gedreht.


Bei Edelskog konnte ich diesen beiden Kranichen bei der Futtersuche zuschauen. Schon auf dem Hinweg sah ich welche bei Dalskog, die waren aber nur mit dem Fernglas zu Beobachten.

Zum Abendessen gab es Kartoffeln der Sorte Asterix (Sehr empfehlenswert. Ich kann nicht verstehen, warum einige Womo-Fahrer zentnerweise Kartoffeln aus Deutschland mit schleppen) mit einer Grünpfeffersoße und Schnitzel. Weil es immer noch regnete ging ich nicht zum Angeln an den See, sondern machte einen Verdauungsspaziergang durch den Wald. Während dessen überlegte ich mir mit was ich am Abend den Frust über das schlechte Wetter weg saufen sollte. Wein oder Wodka standen zur Debatte. Im Fernsehen gab es, wie auch am Vortag, Sondersendungen zum 60zigsten Geburtstag von König Carl XVI Gustav. Zum feierlichen Anlass sollte Wein doch die bessere Wahl sein. Warum habe ich Dussel beim packen des Wagens den Glühwein aus dem Kühlschrank genommen, den ich den ganzen Winter durch die Gegend gefahren hatte? Hier hätte ich den gut gebrauchen können.

3. Tag - Der 1. Mai (Första Maj)

Kein Regen, dennoch kein Bad im See. Mein neuer Favorit war die Dusche am Wagen. Zum See musste ich trotzdem, weil ich das dortige Plumpsklo am öffentlichen Badeplatz benutzen wollte. Da noch keine Badesaison war, war das Örtchen in einem annehmbaren Zustand. Da die Wetterheinis wieder schlechtes Wetter vorhergesagt hatten, wollte ich einen ruhigen Tag verbringen und nirgends hinfahren und so viel die Wahl der "Schüssel" auch nicht schwer. (Ab jetzt werde ich hier auch nicht mehr über meine Fäkalienprobleme berichten.) Nach dem Frühstück, mit Honig, Drottningssylt (Königenmarmelade) und Fruktyoghurt machte ich mich dran diese Seiten zu erschaffen. Erfreulicherweise kam immer wieder die Sonne durch und so konnte ich der Standheizung, trotz der 6,5 Grad Außentemperatur eine Pause gönnen, weil der Wagen von allein gut aufheizte. Später blätterte ich in meinem Reishandbuch und überlegte mir, was ich mit dem folgenden Tag anstellen sollte. Meine Wahl viel auf Lidköping. Die Stadt liegt etwa 110 km vom Färgelanda entfernt und von ihr kannte ich bis dahin nur den McDonald's an der RV 44. Dort aß ich vor einigen Jahren als ich das Schloss Läckö besichtigte und auf dem Rückweg hungrig war.


Am späten Nachmittag ging ich zum See runter um erneut mein Anglerglück zu versuchen. Und was soll ich schreiben, nachdem ich mich von einem Blinker trennen musste, der sich an irgendetwas am Seegrund verfangen hatte, viel ein Barsch auf meinen zweiten Blinker - Modell glitzerndes Blechstück- rein. Und der war soo Groß, dass ich meinen Kescher nicht einsetzten konnte, um ihn an Land zu hieven. Nach einer weiteren halben Stunde ohne Biss, wechselte ich zu der Stelle an der ich es am 1. Tag bereits versuchte. Nicht nur, dass kein Fisch mehr beißen wollte, sondern auch der Rehkadaver, von dem Rumpf und Kopf im Wasser schwammen und die Beine und Innereien am Ufer verteilt lagen. war auf die Dauer kein schöner Anblick. Auch auf der Weide neben dem Haus lag ein Kadaver, ohne Kopf. Ob Erik Westin hier irgendwo Zuflucht gefunden hat?


Mein erster gefangener Fisch - ein Barsch

Lieber Besucher des idyllischen Sees in der Gemeinde Färgelanda, solltest du am Badeplatz, in der ersten Birke rechts, etwas glitzerndes entdecken, denkt an mich und habt Mitleid mit einem armen Anfänger - oder Schmunzelt einfach!

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Mario und andere Feuerwehrinteressierte können hier noch ein paar Bilder sehen, die ich vor der Feuerwehrwache Färgelanda machte:


Im Fahrzeug befindet sich ein Eisrettungsgerät/-schlitten. Das Fahrzeug habe ich hier zuvor noch nie gesehen. Es war wahrscheinlich nur "auf Besuch" in Färgelanda.

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