Home

Schweden13

Sommer12

Sommer-11

Sommer-10

Sommer-09

Dänemark-09

Sommer-08

Schweden-08

Sommer-07

Sommer-06

Schweden-06

Sommer-05

Sommer-04

Schweden-03

Sommer-03

Schweden02/03

Sommer-02

Schweden-02

Dänemark

Schweden-Info

Norwegen-Info

Galerie

Humor

Links

Kontakte

Seite 1    Seite 2  

Man sagt, dass zwischen Genie und Wahnsinn nur eine Nuance liegt. Gleiches gilt wohl für das Wetter im Sommer 2004 und Depressionen. Es gibt Leute, die, um letzteres zu vermeiden, in den Süden fliegen. Und Optimisten fahren halt in den Norden. Im Internet gibt es eine Anzahl von Wetterseiten, die z.T. eine 9-tägige Vorhersage wagen. Ich habe mir die miesen Vorhersagen angeschaut und blieb Optimistisch. Zweckoptimismus trifft es besser. Zum einen habe ich in diesem Jahr meine Urlaub extra früh genommen, denn in den vergangenen Jahren fuhr ich stets im August, um mir dass Vogelparadies Runde anzusehen (die Brutzeit ist im August beinah vorbei). Zum anderen hatte ich noch einen Gutschein für eine Wahlsafari in Andenes auf den Vesterålen, die im letzten Jahr, wegen schlechten Wetter, abgebrochen werden musste und das wird mir im Juli ja wohl nicht passieren. Um es vorweg zu sagen, ich erreichte die Vesterålen in diesem Jahr nicht. Dies lag nicht am schlechten Wetter. sondern an der schlechten Versorgungslage, da mir das Gas zum Kochen schon in Lillehammer zu neige ging.

Im übrigen verzichte ich auf diesen Seiten auf viele Texte und lasse die Bilder für sich sprechen. Dafür wird diese Seite hoffentlich auch irgendwann fertig werden. 


Noch gutes Wetter, auf der Fährfahrt nach Helsingborg (S)

Mein erstes Ziel war wieder einmal das Haus der Fam. Friedrich in Schweden in Färgelanda (Details: siehe die vorherigen Seiten). Trotz 20 km Stau (im Radio war von 3 km die Rede, aber auch erst, als ich die ersten drei Kilometer Stau  schon hinter mir hatte) war ich nach 11,5 h um halb eins in der Nacht beim Haus angekommen. Und was soll ich sagen, die blöden Internetfuzzies hatten recht. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatten sie immer noch recht, es war stark bewölkt. Erst am Nachmittag kam die Sonne durch und ich konnte mich an den See legen. Das Wasser war sehr kalt, aber die kalte Wassertemperatur konnte ich ja schon am morgen beim "duschen" genießen. 


Größere Kartenansicht


Noch ein Gast des Hauses. Das Nest eines Vogels neben der Eingangstür. Die Alten habe ich nie gesehen und anhand des Jugendgefieder des Kleinen konnte ich leider nicht die Art erkennen.


Irgendwie mickrig, meine 4 qm rechts im Bild!

 


Blick vom Bauernhof, über dessen Hof der Weg zum Ferienhaus führt, auf das angrenzende Feld. Rehe mit Kitz sind hier den ganzen Tag über zu sehen.

In der Nacht und am folgenden Tag konnte ich gutes deutsches Sommerwetter genießen: Mal Wolken, mal Regen - aber immerhin bei 20 Grad. Auch der Montag kratzte an der o. beschriebenen Nuance. Während der ganzen Fahrt ins norwegische Lillehammer hatte ich diese grinsenden Internetfuzzies vor meinen Augen. Na ja, und die Scheibenwischer auch. Ein kleiner Lichtblick waren da nur die Elchkuh mit ihren beiden Jungen und zwei Kraniche, die ich in der nähe von Högsäter, etwa 5 km nördlich von Färgelanda gelegen, sehen konnte.

Vor Årjäng sah ich dann noch blau , was ich aber zum Glück nicht war und so durfte ich nach erfolgreichem Pusten weiterfahren.

 In Lillehammer angekommen wollte ich mein Essen kochen. Nach kurzer Zeit ging das Gas zu neige. Kein Problem denke noch, hatte der nette Mann von der Caravanfirma in Oldenburg doch gesagt, dass man die Gasflaschen in ganz Europa bekommen kann. Nachdem ich einige Stunden damit zugebracht hatte alle möglichen Läden, Tankstellen, Campingplätze und Gasstationen abzuklappern, etliche Telefonate, wie etwa mit dem größten Caravancenter Norwegens oder den Generalimporteur von "Campinggaz" tätigte, gab es ein warmes Menü bei McDonalds in einem neu entdecktem Kontinent. (Also liebe Campingfreunde, die eine 2,8 Liter Flasche Butanmix der Fa. Campinggaz im Auto haben: Mit Ausnahme Dänemarks, das wohl noch zu Europa gehört, gibt es in den übrigen nordischen Ländern Europas keine solchen Flaschen. Für normale Popanflaschen hätte ich zumindest einen Adapter zu kaufen können, was aber einem kompletten Umbau der Schlauchleitung bedarf hätte. Dies wollte ich mir ersparen, den die größere Popangasflasche hätte nicht in den Schrank unter der Küchenzeile gepasst.) Für die weitere Reise kaufte ich mir in einem Sportgeschäft einen günstigen Spirituskocher. Der brauchte aber für ein Liter Wasser über 15 Minuten. Für die Zubereitung meiner Nahrung entsprechend länger. Diese Unannehmlichkeit führte dazu, dass ich diese Reise drastisch verkürzt habe.

Lillehammer

Übernachtet habe ich wieder einmal oberhalb des Sprungschanze auf dem Parkplatz. Frustriert, weil ohne Gas, gesellte ich mich zu meinen Campingnachbarn, einer Gruppe aus Bayern, und begann meinen Alkoholvorrat zu minimieren. Zuvor konnte ich, in einer Regenpause, aber noch einem Springer zusehen, der auf der kleineren Schanze übte.


Größere Kartenansicht

Ich sag nur: Ich = Niemals!


Zwei Bilder zwischen denen ganze 10 Minuten liegen. Wann schreibt May denn mal ein Lied wie "In den Wolken..."

Durchs Romsdalen bis nach Runde

Am nächsten Tag ging es weiter auf der E6 durch das Gudbrandsdalen bis nach Dombås. Von dort auf die E 136 durchs Romsdalen bis nach Andalsnes.

 

Blick auf einen der vielen Wasserfälle im Romsdalen--->


Kajakfahrer auf dem  Fluss Rauma im Romsdalen

In Andalsnes versuchte ich dann noch einmal persönlich beim Hymer-Centrum, dem größten Caravan-Center in Norwegen, an der Kreuzung E136 und RV 64, irgendwie an Gas zu kommen. Der Verkäufer riet mir, zu einem Gasinstallateur zu fahren, der könne möglicherweise Adapter für meine Anschlüsse haben. Könnte er, hatte er aber nicht. Es war bewölkt, und so fuhr ich ein wenig missgestimmt am nächsten Tag auf der E 136 weiter entlang am Romsdalfjord Richtung Ålesund. Vor Ålesund ging es dann aber über die RV (Riksvei = Nationalstr.) 656 und E 39 auf die RV 61 nach Sulesund. Dort mit der Fähre nach Hareid und über die RV 61, RV 654 und einige Brücken nach Runde. Mittlerweile brach die Wolkendecke auf und so wurde der Urlaub langsam richtig gut. 


Größere Kartenansicht


(Quelle: www.Insel-Runde.de)


Noch eine Brücke (Rundebru) und endlich auf Runde

Runde ist die südlichste der norwegischen Vogelinseln. Gleichzeitig aber auch die am einfachsten zu erreichende, weil mit dem Auto über Brücken, und mit geschätzten 180.000 Vögeln hat sie auch die größte Population. Allein 100.000 Papageitaucher brüten hier. Nachdem ich vor zwei Jahren bereits hier war, freute ich mich schon auf sehr auf ein Wiedersehen mit diesen Vögeln. damals war ich aber erst im August auf der Insel und damit waren die meisten Küken und damit auch ihre Altvögel ausgeflogen. Und ich durfte mich mit dem kläglichen Rest begnügen. Diesmal sollte alles anders werden. Als ich um 15 Uhr auf dem Campingplatz ankam, stärkte ich mich erst einmal für den beschwerlichen Aufstieg auf den Berg. Heiße Suppe von meinem neu erstandenen Spirituskocher. Von damals wusste ich, dass die beste Beobachtungszeit in den Abendstunden ist. Und so begab ich mich um 17 Uhr auf dem Berg. Vor zwei Jahren musste ich beim Aufstieg noch zweimal Pause einlegen. Diesmal war ich besser in Form und kam ohne Pause rauf. Im Inselprospekt heißt es, dass es ein lautes Summen geben soll, wenn die Papageitaucher über einen hinweg fliegen. 2002 waren kaum noch Vögel da, und darum hatte ich so etwas auch noch nicht gehört. Aber es stimmt. Die kleinen Dinger können so schnell fliegen, dass man sie erst bemerkt, wenn sie über einen hinwegzischen. Ich saß noch bis 10 Uhr in der Brutkolonie und ging dann weiter den Berg hinauf, wo Torkalken und Basstölpel ihre Brutplätze haben. Sonnenuntergang war zwar erst nach 11 Uhr, aber deren Brutplätze lagen im Schatten und daher wenig Fotogen. 


Blick auf die Steilküste, an denen die Basstölpel brüten (s. vor 2 Jahren)

Es folgt eine Auswahl der schönsten Bilder, die ich von den Papageitauchern (norw.: Lunde)  machen konnte:

Bilder von Runde gibt es auch hier



Die Vögel mit Fisch im Schnabel zu fotografieren ist besonders schwierig, da sie fast bis in die Bruthöhle fliegen... 

...und sofort in dieser verschwinden, um Räubern keine Chance zu geben.

 

 


Ich war nicht der einzige, der Begeistert war!


Auch Papageitaucher sind irgendwann müde und müssen gähnen.


Ein Blick nach oben ist wichtig, denn Feinde hat dieser Vogel viele:


Möwen und Seeadler gehören dazu.


Noch ein letztes Foto, die kleinen Vögel sollen dann auch ihre Ruhe haben.


Blick vom höchsten Punkt gen Norden. Unten rechts ist der Campingplatz.


Und Richtung Süden, zur Brutkolonie.


Noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang

Bis weit nach Mitternacht machten ich und mein Campingnachbar uns an meinem Pernot Vorrat zu schaffen, denn dunkel wird es hier im Sommer nicht. Am nächsten Tag brennt er mir noch meine bisher gemachten Bilder auf CD, damit ich meine Speicherkarte wieder leer hatte. (Wenn du das hier liest, melde dich bitte, denn ich habe nicht alle Bilder auf der CD. Vielleicht hast du ja noch was auf dem Laptop)

Seite 1    Seite 2  

 

Aufwärts